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Schleppraumschiff von Katalyst Space
Foto: NASA / REUTERS
Seit rund 20 Jahren liefert das mit drei Teleskopen ausgestattete,unbemannte Himmelsobservatorium »Swift« wichtige Forschungsdaten. Der Satellit ist zwar in gutem Zustand,droht aber abzustürzen,unter anderem wegen starker geomagnetischer Stürme,die durch Sonnenausbrüche ausgelöst wurden. Eine beispiellose Mission der US-Raumfahrtbehörde Nasa zur Rettung eines Forschungssatelliten ist nun gescheitert.
»Das ist nicht das Ergebnis,auf das wir hingearbeitet haben,aber es ändert nichts daran,warum es das wert war,diese Mission zu versuchen«,sagte Nasa-Chef Jared Isaacman. Wie die Weltraumagentur weiter mitteilte,habe es ein Problem mit der Steuerung des unbemannten Schleppraumschiffs »Link« gegeben. Es soll sich dem Himmelsobservatorium zu Forschungszwecken aber trotzdem noch nähern.
Bei einem Erfolg hätte der derzeit im Energiesparmodus laufende Forschungssatellit möglicherweise ab Herbst wieder Daten liefern können – und das den Erwartungen der Wissenschaftler zufolge möglicherweise noch für etwa fünf Jahre oder mehr. Die Rettungsmission galt allerdings bereits vorab als herausfordernd und riskant. Nach ihrem Scheitern werde »Swift« nun wohl noch in diesem Jahr in die Erdatmosphäre stürzen und verglühen,hieß es von der Nasa.
Anfang Juli war »Link« mithilfe eines »Stargazer«-Flugzeugs und einer »Pegasus«-Rakete von einem Atoll der Marshallinseln gestartet. Das rund 400 Kilogramm schwere Raumschiff mit drei Roboterarmen,drei Hauptantriebswerken und zahlreichen weiteren Instrumenten sollte sich dem Forschungssatelliten nähern und ihn über einen Zeitraum von mehreren Monaten in seine Ursprungsumlaufbahn zurückbringen. »Link« wurde im Auftrag der Nasa von der US-Raumfahrtfirma Katalyst Space mit einem Budget von rund 30 Millionen Dollar,etwa 26 Millionen Euro,entwickelt und gebaut.
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akb/dpa