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Bundesbankprognose Irankrieg bremst Wachstum bis 2028

Jun 14, 2026 IDOPRESS

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Kokerei in Duisburg: Hohe Energiepreise treiben die Kosten

Foto: Bernd Thissen / dpa

Die Bundesbank traut der ​deutschen Wirtschaft wegen der Folgen des Irankriegs erst 2028 wieder spürbares Wachstum zu. Im laufenden Jahr bleibe der Konjunktur allein wegen der staatlichen Mehrausgaben ein Abrutschen in eine vorübergehende ‌Rezession erspart,heißt es in der am Freitag veröffentlichten halbjährlichen Prognose. »Im Sommerhalbjahr wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung durch die expansive Fiskalpolitik verhindert: Sie gleicht die Folgen des Krieges im Nahen Osten in etwa aus.«

Die Bundesbank geht davon aus,dass das unbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2026 um 0,7 Prozent steigt,im nächsten Jahr um 0,9 Prozent anzieht und 2028 um weitere 1,2 Prozent zulegt. Bereinigt um die Zahl der Arbeitstage sei ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent zu erwarten,das im nächsten Jahr um 0,8 ⁠Prozent anzieht.

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Höhere Inflation möglich

Sollten die Energiepreise wegen der Entwicklung im Nahen Osten noch stärker steigen ‌als in der Prognose unterstellt,könnte dies den allgemeinen Preisschub zusätzlich verstärken und zugleich die Konjunktur erheblich dämpfen. Im Risikoszenario der Bundesbank könnten sich die Wachstumsverluste beim BIP bis 2028 demnach auf etwa zwei Prozentpunkte summieren. »Damit würde die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr ‌kaum mehr wachsen und im nächsten Jahr sogar wieder schrumpfen.« ​Dann könnte auch die Inflation 2027 auf über fünf Prozent steigen.

Die ‌staatliche Defizit- und Schuldenquote klettert laut Bundesbank deutlich. »Ursache sind nicht nur zusätzliche Ausgaben für Verteidigung ‌und nicht militärische Investitionen.« Hinzu kämen Steuerentlastungen ​und Transfers. Insgesamt erreiche die staatliche Defizitquote 2028 rund 4,9 Prozent und die Maastricht-Schuldenquote steige auf fast 70 Prozent.

mik/Reuters