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Einfamilienhäuser mit Solaranlagen in Essen
Foto: Robert Poorten / imageBROKER / picture alliance
Die Solarbranche stemmt sich gegen die jüngsten Pläne der Bundesnetzagentur,mit denen die milliardenschweren Kosten für die deutschen Stromnetze ab 2029 neu verteilt werden sollen. Die Pläne sehen vor,dass Betreiber von Solaranlagen stärker zur Finanzierung herangezogen werden sollen – darunter auch kleine Betreiber mit Anlagen auf dem Hausdach.
Die diese Woche veröffentlichten Pläne könnten den Ausbau der Photovoltaik (PV) deutlich bremsen,heißt es in einer Mitteilung des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar). Er verlangt Nachbesserungen. Für typische Selbstnutzer von Solarstrom im Heimsegment könnte demnach der Grundpreis auf bis zu 150 Euro im Jahr steigen. Dies stelle eine Belastung der Solaranlagenbesitzer dar. Laut Netzagentur soll die Mehrbelastung unter 100 Euro pro Jahr liegen,Steckersolargeräte wie Balkonkraftwerke sollen ausgenommen werden.
Laut BSW-Solar sind die Kosten für Betreiber von Solaranlagen bereits durch andere regulatorische Vorgaben gestiegen – etwa durch eine verpflichtende Beteiligung an den Kosten intelligenter Messsysteme und den Wegfall einer Vergütung zu Zeiten negativer Strompreise. Das Bundeswirtschaftsministerium erwägt zudem,die Einspeisevergütung für neue Solarstromanlagen ab 2027 weiter zu reduzieren oder ganz abzuschaffen.
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Erstmals sollen auch Betreiber von großen Erzeugungsanlagen wie Wind- und Solarparks für die Netznutzung zahlen. Die Netzagentur spricht von einer moderaten Gebühr auf die installierte Leistung,die das Potenzial habe,jährlich bis zu zwei Milliarden Euro zu den Netzkosten beizutragen. Für bestehende Anlagen soll es einen Vertrauensschutz von 20 Jahren seit Inbetriebnahme geben. Auch Stromspeicher sollen künftig einen solchen leistungsbezogenen Beitrag zur Netzfinanzierung leisten. Für Großverbraucher aus der Industrie wird ein neues Modell auf Basis einer bestellten Netzkapazität eingeführt. Dies soll Anreize für flexibles,netzschonendes Verhalten schaffen.
apr/Reuters