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Hauptsitz der Commerzbank in Frankfurt am Main
Foto: Ulrich Baumgarten / picture alliance
In ihrem Kampf gegen die Übernahme durch UniCredit springt der Commerzbank die Bundesregierung zur Seite: Das Vorgehen der italienischen UniCredit sei aus Sicht der Regierung »völlig unangebracht und unfair«,sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille.
Man unterstütze die Strategie der Eigenständigkeit der Commerzbank,sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. »Eine feindliche,aggressive Übernahme,insbesondere mit Blick darauf,dass es sich um eine systemrelevante Bank handelt« wäre nicht akzeptabel. Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank würden das Angebot der UniCredit jetzt prüfen und eine Empfehlung an die Aktionäre der Commerzbank abgeben.
Mit einem offiziellen Übernahmeangebot hatte die UniCredit am Dienstag den Druck auf die Commerzbank erhöht. Die UniCredit kontrolliert bereits knapp 30 Prozent der Commerzbank-Anteile. Sie kündigte an,bis zum Ablauf des 16. Juni weitere Anteile sichern zu wollen. Die UniCredit verspricht sich bei einer Übernahme der Commerzbank Vorteile im Geschäft mit Privat- und Mittelstandskunden in Deutschland. Hierzulande ist die UniCredit schon mit ihrer Tochter HypoVereinsbank (HVB) vertreten,was Einsparungen ermöglichen würde. Gewerkschaften befürchten einen »Kahlschlag« bei der Commerzbank wie einst bei der HVB.
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UniCredit-Chef Andrea Orcel hat sich bereits knapp 30 Prozent an der Commerzbank gesichert. Nun unterbreitet der Italiener den restlichen Aktionären ein formelles Übernahmeangebot. Damit verfolgt er ein bestimmtes Kalkül. Was die Italiener mit der Commerzbank wollen und was sie jetzt den Aktionären anbieten,lesen Sie hier.
jml/dpa