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Alfred Gusenbauer im Handelsgericht in Wien
Foto: Georg Hochmuth / APA / dpa
Neue Entwicklungen bei den Ermittlungen um die Signa-Pleite: Österreichs Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer wird der Untreue verdächtigt. Das teilte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) mit. Es habe Hausdurchsuchungen in Wien und Umgebung gegeben. Die Ermittlungen richteten sich auch gegen ein damaliges Signa-Vorstandsmitglied,hieß es.
Gusenbauer hat nach Ansichten der Staatsanwaltschaft als Aufsichtsratsvorsitzender von zwei Signa-Gesellschaften im Oktober und November 2022 seine Befugnisse missbraucht und die beiden Gesellschaften in Höhe von insgesamt zehn Millionen Euro geschädigt. Dabei soll der ehemalige Spitzenpolitiker der sozialdemokratischen SPÖ dafür gesorgt haben,dass das Vorstandsmitglied »ungerechtfertigte Abschlagszahlungen« erhalten habe.
Die Signa war zunächst auf Immobilienprojekte spezialisiert und dabei sehr erfolgreich,bevor sie unter anderem mit dem Kauf der Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof auch in den Handel einstieg. Durch eine finanzielle Schieflage brach das Signa-Imperium aus mehr als 1000 Gesellschaften zusammen.
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Benko sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Er wurde in zwei Prozessen wegen Schädigung von Gläubigern verurteilt. Die Urteile sind bisher nicht rechtskräftig. Weitere Ermittlungen gegen Benko laufen.
atr/dpa