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Hochrangige Juristin Rücktritt von Chefermittlerin der US-Börsenaufsicht wirft Fragen zu Trump-Ermittlungen auf

Mar 27, 2026 IDOPRESS
Margaret Ryan war ein halbes Jahr lang Topermittlerin der Börsenaufsicht. Vergangene Woche trat sie überraschend zurück. Laut einem Medienbericht spielten Verfahren im Umfeld von Donald Trump eine Rolle.

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SEC-Hauptgebäude in Washington

Foto: Benoit Tessier / REUTERS

Die Mitteilung von vergangener Woche liest sich wie Lobhudelei: Margaret Ryan habe »ehrenhaft und herausragend« gearbeitet. Diese Eigenschaften seien ihr während ihrer »gesamten bemerkenswerten« Laufbahn »unglaublich zugute« gekommen. Worte,die den Kern der Mitteilung fast in den Schatten stellen: Ryan,Chefermittlerin der US-Börsenaufsicht SEC,tritt mit sofortiger Wirkung zurück.

Das Aus kam durchaus überraschend,war Ryan schließlich erst seit einem halben Jahr in dieser Position. Wenn es so gut lief,stellt sich natürlich die Frage: Warum kam es zur Trennung? Darüber hüllte sich SEC-Chef Paul Atkins in Schweigen,auch Margaret Ryan äußerte sich nicht zu den Gründen.

Eine Recherche der Nachrichtenagentur Reuters zufolge war Ryans Aus nicht so harmonisch,wie es die offizielle Mitteilung darstellt. Demnach habe es interne Konflikte über die Ausrichtung der Behörde gegeben.

Wie Reuters unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet,kam es insbesondere zu Differenzen über den Umgang mit Verfahren mit Bezug auf das Umfeld von Präsident Donald Trump.

Nach Angaben von zwei Insidern hatte sie sich für ein energischeres Vorgehen bei Betrugs- und Fehlverhaltensfällen eingesetzt,auch in Fällen mit politischem Bezug. Dabei sei sie auf Widerstand von SEC-Chef Paul Atkins und weiteren republikanischen Führungspersonen gestoßen.

Ein Sprecher der Behörde wies politische Einflussnahme zurück. Entscheidungen würden auf Grundlage von Fakten,Recht und Politik getroffen. Interne Diskussionen seien üblich und erwünscht. Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht.

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Zu den strittigen Verfahren zählten den Angaben zufolge unter anderem ein Fall um den Kryptounternehmer Justin Sun sowie ein Verfahren gegen den Tesla-Chef Elon Musk. Beide stehen in Verbindung zum Umfeld Trumps. Sun gilt als Unterstützer eines Kryptoprojekts der Trump-Familie,Musk als Großspender und zeitweiliger Berater des Präsidenten.

Die Spannungen werfen laut Reuters ein Schlaglicht auf die Arbeit der SEC unter Atkins. Demnach hat sich die Behörde zuletzt stärker auf klassische Betrugsfälle wie Schneeballsysteme und Insiderhandel konzentriert und sich von umfangreichen Verfahren gegen große Unternehmen sowie einer strikteren Kryptoregulierung unter früheren demokratischen Führungen abgewandt.

elu/Reuters