Sport

Krise in China Mercedes macht mit Autos 26 Prozent weniger Gewinn

Jul 29, 2026 IDOPRESS

Bild vergrößern

Mercedes-Chef Källenius: Autogeschäft vor allem in China unter Druck

Foto: Bernd Weißbrod / dpa

Der Autobauer Mercedes hat in der Pkw-Sparte – seinem Kerngeschäft – auch im zweiten Quartal große Probleme gehabt. Sie rühren vor allem von der Krise im einstigen Wachstumsmarkt China her. Dort sackten die Verkäufe im zweiten Quartal um satte 30 Prozent ab.

Auch insgesamt schrumpften die Pkw-Absätze um sieben Prozent auf 837.000 Fahrzeuge. Der Gewinn,der mit Autos erzielt wurde,stürzte um 26 Prozent ab.

Auf Konzernebene konnten diese schlechten Zahlen teils ausgeglichen werden,der Konzernumsatz fiel nur um ⁠3,3 Prozent. Seinen Gewinn konnte das Unternehmen sogar steigern,weil es mit der Lieferwagensparte und bei den Finanzdiensten besser lief. Gerade in Europa gelang es Mercedes zudem,deutlich mehr E-Autos zu verkaufen. Unterm Strich legte das Betriebsergebnis von April bis Juni um 21,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro zu,allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau. Das Ergebnis war im Vorjahreszeitraum um zwei Drittel eingebrochen.

Weil der Wettbewerbsdruck in der Volksrepublik nach wie vor hoch ist,kappt der Dax-Konzern seinen Umsatzausblick für das laufende Jahr und geht nur noch von einem Erlös leicht unter dem Vorjahreswert aus,statt auf Vorjahresniveau. Zudem schreiben die Schwaben wegen der trüben Aussichten in China auf die dortigen Gemeinschaftsunternehmen 704 Millionen Euro ab.

data-area="text" data-pos="17">

Källenius hatte ‌zuletzt längere Arbeitszeiten in Deutschland für das gleiche ​Geld gefordert,um die Produktivität zu steigern. Damit brachte er Tausende Mercedes-Beschäftigte auf,die für den Erhalt der 35-Stunden-Woche vor allen deutschen Werken demonstrierten.

Auch die anderen deutschen ​Autobauer verschärfen den Sparkurs in der Krise. Im Volkswagen-Konzern stehen weitere 50.000 Arbeitsplätze und vier ⁠Werke in Deutschland zur Disposition. Porsche gab am Montag ​bekannt,​bis 2035 noch 5000 weitere und damit fast 9000 von 42.000 Arbeitsplätzen abzubauen. Auch Mercedes-Rivale BMW,der bislang gut durch die Chinaflaute gekommen war,senkte im Juni die Prognose und rechnet nun mit einem ‌operativen Gewinnrückgang – ‌auch hier wird über Stellenabbau gesprochen.

mamk/dpa-AFX/Reuters/AFP