Sport

Gigafabrik in Brandenburg Tesla will weitere Mitarbeiter einstellen

Jun 26, 2026 IDOPRESS

Bild vergrößern

Tesla-Werk in Grünheide (April 2026)

Foto: Amazing Aerial Agency / picture alliance

Der US-Elektroautobauer Tesla will seine Produktion im deutschen Werk in Grünheide nochmals hochfahren. Das teilte die Geschäftsführung auf einer Betriebsversammlung mit. Demnach soll ab Oktober die Fertigung auf wöchentlich 7500 Autos gesteigert werden. Laut Tesla soll das ein weiteres Plus von 20 Prozent bedeuten. Um dieses Plus zu erreichen,will das Unternehmen 1000 ⁠neue ⁠Mitarbeiter einstellen.

Erst im April hatte Tesla angekündigt,die Produktion des Model Y in ‌Grünheide um ein ​Fünftel auf ‌dann 6200 Autos pro Woche hochzufahren und dafür 1000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dazu kommt der ‌Ausbau der Batteriezellfertigung,in die das Unternehmen weitere 250 Millionen Dollar ‌investiert und 1500 Arbeitsplätze ​schaffen will. ‌Insgesamt entstünden damit kurz- ‌und mittelfristig in ​dem Werk 3500 neue Jobs.

Trendwende beim Absatz

Der Elektroauto-Pionier hat sich offensichtlich vom Absatzeinbruch im Vorjahr erholt. Seit einiger Zeit zeigt sich eine Trendwende. Im Mai wurden 5111 Teslas in Deutschland zugelassen,das war nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts ein Plus von 322 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit hatte Tesla einen Marktanteil von 2,1 Prozent.

Mit der geplanten Beschäftigungsoffensive könnten auch die Pläne für einen Ausbau der Produktionskapazität am Standort in Grünheide näherrücken. Die Gigafactory Berlin-Brandenburg öffnete im März 2022. Tesla peilte in einer ersten Phase eine Produktion von 500.000 Autos im Jahr an. Diese Zahl sollte mit einem Ausbau auf eine Million im Jahr verdoppelt werden. Mit 7500 Fahrzeugen pro Woche wären es rechnerisch rund 375.000 im Jahr.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sieht das Unternehmen wegen seiner Personalpläne als Jobmotor. »Tesla in Brandenburg ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte«,sagte der SPD-Politiker. »Gegen den allgemeinen Trend in der Automobilindustrie investiert das Unternehmen in den Standort und schafft eine große Zahl zusätzlicher Arbeitsplätze in Brandenburg.«

data-area="text" data-pos="16">

Kritik an der Fabrik kommt auch von Umweltschützern. Grund ist unter anderem die Lage am Wasserschutzgebiet: Kritiker sehen das Grund- und Trinkwasser gefährdet. Auch wurden für das Werk und seine geplanten Erweiterungen große Waldflächen gerodet.

at/dpa/Reuters