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Symbolbild Arbeit am Bett eines kranken Kindes
Foto: Svetlana Iakusheva / Westend61 / IMAGO
Um eigene kranke Kinder zu betreuen,können männliche Beschäftigte genauso einen Ausgleich für den Verdienstausfall erhalten wie weibliche. Fast drei Viertel (73 Prozent) aller Kinderkrankentage wurden vergangenes Jahr jedoch von weiblichen AOK-Mitgliedern beantragt,wie das Wissenschaftliche Institut der Krankenkasse nach eigenen Versichertendaten ermittelte.
Der Anteil der Männer lag bundesweit nur bei 27 Prozent. In Bayern war er am niedrigsten mit 23 Prozent,am höchsten in Sachsen mit fast 31 Prozent. Die Chefin des AOK-Bundesverbands,Carola Reimann,sagte,dass Kinderkrankentage auch 2025 überwiegend von Frauen genommen würden,zeige die weiterhin ungleiche Verteilung der Care-Arbeit in Familien. »Eltern sollen frei entscheiden können,wer das kranke Kind zu Hause betreut und wer arbeiten geht«,sagte sie. Sie wünschte sich aber,dass Männer häufiger von ihrem Rechtsanspruch Gebrauch machten.
Bei mehreren Kindern liegt der Anspruch laut Bundesgesundheitsministerium je Elternteil bei maximal 35 Arbeitstagen,für Alleinerziehende bei maximal 70 Arbeitstagen im Jahr. Für Kinder mit Behinderung,die auf Hilfe angewiesen sind,gibt es zudem keine Altersgrenze.
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apr/dpa