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Kartoffeln, Rüben, Gemüse Bauernverband warnt vor »totalem Ernteausfall« in einigen Regionen

Aug 14, 2026 IDOPRESS

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Feld bei Rosenhagen in Mecklenburg-Vorpommern: Ein Traktor zieht eine Egge über ein abgeerntetes Getreidefeld

Foto: Jens Büttner / dpa

Der Deutsche Bauernverband rechnet aufgrund der anhaltenden Trockenheit in diesem Jahr mit erheblichen Ernteeinbußen bis zum Totalausfall. »Wir gehen von einer unterdurchschnittlichen Ernte bei Getreide,hier insbesondere beim Weizen,und bei Raps aus«,sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

»Für die Herbstkulturen zeichnet sich in der Tendenz ab,dass wir auch hier mit erheblichen Ertragseinbußen rechnen müssen«,sagte Rukwied. Das gelte für Kartoffeln,Gemüse und Zuckerrüben,aber auch für Körnermais und Sojabohnen. »In südlichen Teilen Deutschlands könnte das bis zum totalen Ertragsausfall gehen«,sagte der Verbandspräsident.

Futtermangel bringt Höfe in Geldnot

Etwas besser ist es demnach in nördlichen Regionen,wo es immer wieder etwas geregnet hat. Dort sähen die Bestände noch akzeptabel aus,sagte Rukwied. In der Tendenz werde es aber auch da unterdurchschnittliche Ernten geben. Und nicht nur das: »Was insgesamt und vor allem in Süddeutschland gerade ein Problem wird,ist,dass kein Futter mehr nachwächst.«

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Bauern fordern Staatshilfe

Nötig sei jetzt die Unterstützung der Politik,etwa eine Erhöhung der EU-Düngemittelbeihilfe von 60 auf 180 Millionen Euro sowie das Vorziehen der Auszahlung von 80 Prozent der EU-Direkthilfen an die Bauern auf Oktober,sagte Rukwied im Fernsehsender Phoenix. »Dritte Sofortmaßnahme wäre,die Steuern auf Diesel deutlich zu senken bis mindestens Ende November. Das würde den Bauern kurzfristig helfen und Entlastung bringen.«

Zusätzlich pochte der Bauernpräsident auf die Umsetzung des Koalitionsvertrags der Bundesregierung im Agrarbereich: »Was politisch wichtig ist,dass man eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage einführt.« So könne für schwierige Jahre ein finanzielles Polster geschaffen werden. Die Landwirtschaft stelle sich bereits seit vielen Jahren auf die Klimaveränderungen ein. Jetzt benötige man rasch hitzebeständigere und widerstandsfähigere Sorten beim Anbau,so Rukwied.

beb/dpa