Leben

„Jetzt darf es keine Tabus geben“ – JU KV Göppingen im Austausch mit Bundestagsabgeordnetem Hermann Färber

Jun 3, 2026 IDOPRESS

Der Kreisverband der Jungen Union (JU) Göppingen hat sich mit dem Bundestagsabgeordneten Hermann Färber in Donzdorf über aktuelle Entwicklungen in der Bundespolitik ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen insbesondere die Themen Rente und Generationengerechtigkeit,Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands.

Die JU KV Göppingen machte deutlich,dass viele politische Entscheidungen der vergangenen Jahre zunehmend zulasten der jungen Generation gingen. „Wir erleben seit Jahren,dass notwendige Reformen aufgeschoben werden. Es reicht nicht mehr,Probleme zu verwalten. Wir müssen die großen Fragen unseres Landes endlich konsequent und nachhaltig lösen“,betonte der Kreisvorsitzende Philipp Schäfer zu Beginn des Austauschs.

Im Rahmen des Gesprächs übergab der Kreisverband ein Positionspapier zu zentralen bundespolitischen Herausforderungen an Hermann Färber. Darin formuliert die JU KV Göppingen konkrete Forderungen unter anderem zur Rentenpolitik,zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sowie zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit.

Besonders intensiv diskutiert wurde die langfristige Stabilität des Rentensystems. Die JU KV Göppingen fordert strukturelle Reformen,um die Finanzierung der Rente generationengerecht aufzustellen. Dazu gehören unter anderem eine stärkere kapitalgedeckte Altersvorsorge sowie eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung.

Auch wirtschafts- und finanzpolitische Fragen standen im Fokus. Die JU sprach sich für eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik,steuerliche Entlastungen sowie die konsequente Einhaltung der Schuldenbremse aus. Deutschland brauche wieder mehr Wettbewerbsfähigkeit,Investitionen und Leistungsanreize. „Viele junge Menschen fragen sich inzwischen,wie sie sich überhaupt noch etwas aufbauen sollen. Hohe Abgaben,schwaches Wachstum und unsichere Perspektiven dürfen nicht zum Normalzustand werden“,so Moritz Birk,Mitgliederreferent des JU-Kreisverbands.

Im Bereich der Verteidigungspolitik wurde insbesondere über die sicherheitspolitische Verantwortung Deutschlands und Europas gesprochen. Die Junge Union Göppingen fordert unter anderem eine Stärkung der Reserve der Bundeswehr sowie die Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres zur Förderung des Zusammenhalts und der Resilienz. Insgesamt müsse Deutschland seine Führungsrolle stärker wahrnehmen.

„Deutschland fehlt es nicht an Ideen,sondern am Mut zur Umsetzung. Wir leisten uns zu viele ineffiziente Strukturen und falsche Prioritäten. Das Problem liegt weniger bei den Einnahmen als bei den Ausgaben. Die junge Generation ist bereit,Verantwortung zu übernehmen,wenn die Politik endlich wieder Perspektiven schafft. Die Herausforderungen verlangen nach aktiver Gestaltung. Wer den Staat zukunftsfähig machen will,muss jetzt auch unbequeme Entscheidungen treffen. Alles andere wird der Lage nicht gerecht“,fasst Leon Spahr,Pressesprecher der JU KV Göppingen,die Positionen zusammen.

Hermann Färber nahm die Anliegen der Jungen Union auf und betonte die Bedeutung des Austauschs mit der jungen Generation: „Die angesprochenen Themen beschäftigen uns alle. Die Bereitschaft,ist der richtige Weg. Wir dürfen den Populismus nicht als Alternative zu einer wirksamen Problemlösung akzeptieren.

Wenn wir auf das erste Jahr Regierungskoalition schauen,können wir auf der Habenseite Folgendes notieren: Energiepolitik neu ausgerichtet,irreguläre Migration begrenzt,Bürgergeld abgeschafft,Bundeswehr gestärkt und massiv in Straßen,Brücken und Schienen investiert. Und viele weitere Punkte aus dem Koalitionsvertrag sind bereits umgesetzt.

Dennoch ist klar: Das reicht noch nicht. Vor uns liegen große Herausforderungen und harte Arbeit.

Dazu setzen wir in der Koalition klare Prioritäten und gehen die Aufgaben Schritt für Schritt nach einem klaren Reform-Plan: Stabilisierung der Beiträge in Gesundheit und Pflege,Konsolidierung des Haushalts,Entlastung der Bürger mit einer Steuerreform,Reformierung unseres Rentensystems.

Entscheidend ist,umsetzbare Entscheidungen zu treffen. Auf dem Weg dorthin darf hart in der Sache debattiert werden. Und eine Kompromissfindung wird von uns allen Kraft und Anstrengung erfordern. Trotz aller Steine auf dem Weg,bin ich zuversichtlich,dass wir die anstehenden Herausforderungen stemmen werden.“

Die JU KV Göppingen kündigte an,sich auch weiterhin aktiv in die bundespolitische Debatte einzubringen und konkrete Reformvorschläge für eine generationengerechte Politik zu erarbeiten.

PM Junge Union KV Göppingen