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Kik-Logo in Radeberg (Sachsen)
Foto: Arno Burgi / dpa
Der Textil- und Haushaltswaren-Discounter Kik wird in diesem Jahr Hunderte Filialen schließen. Die Zahl der Geschäfte sinkt laut Kik-Geschäftsführer Christian Kümmel bis Ende 2026 in Europa um etwa 225 auf gut 4000,davon in Deutschland um 135 auf rund 2200. Europaweit sind 300 Schließungen vorgesehen und 75 Neueröffnungen. Einige Standorte wurden bereits geschlossen,andere folgen in den kommenden Monaten.
»Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität«,sagte Kümmel. »Die Formel ›Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden‹ ist nicht hundertprozentig aufgegangen.« In einigen Fällen lägen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander. »Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück.« Alle verbleibenden Standorte seien profitabel.
Das Unternehmen hatte im September 2025 angekündigt,unrentable Filialen zu schließen,um seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Bereits Ende des Jahres waren einige Geschäfte dichtgemacht worden. Laut Kik-Chef Kümmel wurden in der Vergangenheit bereits etwa hundert Filialen pro Jahr geschlossen,die Zahl der Neueröffnungen sei jedoch stets höher gewesen.
Kik ist die Abkürzung für »Kunde ist König« und wurde 1994 gegründet. Inzwischen ist die Kette in 14 europäischen Ländern vertreten,in Deutschland zählt Kik zu den Einzelhändlern mit den meisten Verkaufsstellen. Im Jahr 2024 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro.
fdi/dpa