Leben

Kostendämpfung im Gesundheitssystem Hausärzte fordern Krankenkassen zum Sparen auf

Mar 23, 2026 IDOPRESS
Das Gesundheitssystem steht unter massivem Spardruck. Hausärzte, Sozialverbände verweisen auf die Vielzahl von Krankenkassen und deren teure Verwaltungen. Vertreter der Kassen stellen ihre Zahlen dagegen.

Bild vergrößern

Versichertenkarten: »Unnötige Doppelstrukturen«

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

In der Debatte über die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherungen stellen Hausärzte und Sozialverbände die Zahl der Versicherungen infrage. Der GKV-Spitzenverband weist die Forderung zurück. Die Zahl der Kassen sei bereits stark gesunken,die Verwaltung schlank und obendrein seien die Kosten geringer als in der privaten Krankenversicherung,kontert der Verband.

»Die Krankenkassen können ja mal ihre Mitglieder fragen,wofür sie ihre Beiträge lieber zahlen: dafür,dass sie auch in Zukunft noch eine Hausarztpraxis finden,oder dafür,90 Kassen zu finanzieren«,sagte der Chef des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes,Markus Blumenthal-Beier,der »Rheinischen Post«. »Es wird Zeit,dass die Kassen endlich den Rotstift bei sich selbst ansetzen,statt immer nur bei der Versorgung ihrer Versicherten«,argumentierte Blumenthal-Beier. Mittelfristig müssten die Kassen ihre Verwaltungskosten »dringend halbieren«.

data-area="text" data-pos="26">

Ein von Warken eingesetztes Expertengremium soll bis Ende März Vorschläge zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen vorlegen. Bis zum Jahresende sollen weitergehende Reformvorschläge folgen. Hintergrund ist eine für 2027 erwartete Finanzlücke im zweistelligen Milliardenbereich.

mik/dpa-AFX