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Drohnen und Raketen Ukraine meldet Schlag gegen russische Ölraffinerie – Kreml kündigt »massive Angriffe« an

Aug 31, 2026 IDOPRESS

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Zerstörung in Kyjiw nach russischem Angriff: Moskau rüstet sich für weitere Luftschläge

Foto: Sergey Dolzhenko / EPA

Nach dem nächtlichen Angriff der ukrainischen Armee auf eine russische Ölraffinerie ist dort ein Feuer ausgebrochen. Der Schlag gegen die Raffinerie im Bezirk Kirischi löste einen Brand aus,bestätigte der Gouverneur der Region Leningrad,Alexander Drosdenko,in seinem Telegram-Kanal. 42 Drohnen seien über der Region abgeschossen worden,die Luftverteidigung sei weiterhin im Einsatz,schrieb Drosdenko.

Das ukrainische Militär meldete zudem einen Angriff auf einen Stützpunkt der russischen Streitkräfte in der Region Krasnodar. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Samstag gedroht,Russland täglich mit 1000 Drohnen angreifen zu lassen – statt der bisherigen 300 im Durchschnitt.

Kyjiw und das Umland kommen seit Tagen kaum zur Ruhe. Ständig herrscht Luftalarm wegen anfliegender Drohnen oder Raketen.

Russland greift mit immer mehr ballistischen Raketen an,die Ukraine scheint überfordert: Das Rückgrat ihrer Verteidigung gegen ballistische Raketen ist das Patriot-Flugabwehrsystem – doch das Land hat praktisch keine Patriot-Abfangraketen mehr. Die Ukraine benötige mehr Schutz vor russischem Terror,forderte Selenskyj. »Insgesamt haben die Russen allein in dieser Woche fast 2000 Angriffsdrohnen,über 1600 Bomben und 31 Raketen verschiedener Typen,darunter nordkoreanische ballistische Raketen,gegen unsere Bevölkerung abgefeuert«,sagte er. Es gebe rund um die Uhr Angriffe auf Gemeinden in Front- und Grenzgebieten.

Russland rüstet offenbar für Großangriff

Die russischen Streitkräfte kündigten am Sonntagmorgen an,man bereite weitere »massive« Schläge gegen die ukrainische Energieinfrastruktur vor. Damit antworte Moskau auf ukrainische Angriffe gegen Ölraffinerien und Kraftstoffdepots sowie zivile Objekte.

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Rauch über Kyjiw: Ständig Luftalarm wegen Raketen und Drohnen

Foto: Sergey Dolzhenko / EPA

Am Freitag hatte Russland ein Munitionslager in dem Dorf Myla rund fünf Kilometer westlich von Kyjiw angegriffen,in dem auch Granaten und Minen gelagert waren. Erst am Samstag wurde bekannt,dass das Depot – entgegen den ukrainischen Vorschriften – in einem Wohngebiet lag. Die Staatsanwaltschaft leitete offenbar Ermittlungen wegen »dienstlicher Fahrlässigkeit« ein. 38 Menschen starben bei diesem Angriff,vier werden laut Selenskyj noch vermisst. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Bewohner eines Altenheims.

In den vorangegangenen Kriegswintern hatte Russland systematisch das ukrainische Stromnetz attackiert und so Tausende Menschen bei eisigen Temperaturen von Heizung und Licht abgeschnitten. Ukrainische Behörden haben wiederholt gewarnt,dass der kommende Winter der schwierigste seit Beginn der russischen Großinvasion im Februar 2022 werden könnte.

Den Krieg in den Alltag der Russinnen und Russen bringen

Auch Handelshäuser und Warendepots wurden auf beiden Seiten zuletzt zunehmend zum Ziel. Seit Mitte Juli griffen ukrainische Drohnen Standorte des Onlinehändlers Wildberries in ganz Russland an,mindestens 24 Logistikzentren und Warenlager haben sie beschädigt oder niedergebrannt,angeblich ist bereits ein Drittel der Lagerfläche des russischen E-Commerce-Riesen zerstört. Einige Verteilzentren waren Hunderttausende Quadratmeter groß und brannten komplett ab,darunter das größte Wildberries-Lager in der Region Moskau.

Mit den Angriffen kopiert Kyjiw eine Strategie des Kreml: Die Russen attackieren schon länger die beiden ukrainischen Logistikunternehmen Ukrposchta und Nowa Poschta. Vor allem bringen die ukrainischen Attacken den Krieg zunehmend in den Alltag der Russinnen und Russen,die die Auswirkungen des Überfalls auf die Ukraine bisher nur wenig gespürt haben oder sie zu verdrängen versuchen.

kgp/Reuters