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Private US-Raumfahrt Trump will deutlich mehr Raketenstarts ins All ermöglichen

Aug 21, 2026 IDOPRESS

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SpaceX-Rakete bei Start (Videoaufnahmen vom 24. Juli)

Foto: AFP

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag (Ortszeit) eine Anordnung zur drastischen Erhöhung von Raketenstarts für die US-Raumfahrt unterzeichnet. Das Weiße Haus will bis 2030 jährlich mindestens 1000 Starts ​und Rückflüge ermöglichen. Mit den Rückflügen ist die Wiederverwendbarkeit der Raketen gemeint,die auch als Schlüssel für eine so hohe Anzahl von Flügen gilt. ‌

Um dieses Ziel zu erreichen,wies Trump die Regierungsbehörden an,Ländereien in Staatsbesitz für neue Start- und Landeplätze zu prüfen. Innerhalb von 90 Tagen soll ein neuer staatlicher Landeplatz für Raumfahrzeuge benannt werden. Zudem verlangt Trump,dass staatliche Stellen nicht mit kommerziellen Anbietern konkurrieren,es sei denn,die nationale Sicherheit oder die öffentliche Sicherheit erforderten dies.

Die Anordnung zielt darauf ab,die private Raumfahrtindustrie zu stärken. Zu den direkten Profiteuren gehören Elon Musks Unternehmen SpaceX und Jeff Bezos’ Firma Blue Origin. ​Die Behörden sollen die gemeinsame Entwicklung von Infrastruktur mit privaten Partnern fördern,Genehmigungsverfahren beschleunigen und ausreichende Funkfrequenzen sicherstellen,hieß es.

Musks SpaceX dominiert das Geschäft mit kommerziellen Raketenstarts. ‌Von den 178 US-Starts im vergangenen Jahr entfielen 170 auf das Unternehmen ‌von Musk,wobei etwa ​2500 Satelliten ins All gebracht wurden. Die Gesamtzahl der US-Starts war damit zehnmal höher als noch im Jahr 2013.

Im Mai hatte die US-Luftfahrtbehörde ​FAA mitgeteilt,SpaceX strebe innerhalb von fünf Jahren 10.000 ⁠jährliche Starts an. Im Januar kündigte das Unternehmen ​an,​ein Netzwerk aus einer Million Satelliten aufbauen zu wollen,das Sonnenenergie für Rechenzentren mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf der Erde nutzen soll.

Einst war der Wilde Westen der Raum,in dem sich Amerikaner beweisen und als Helden zeigen konnten. Unternehmer wie Elon Musk übertragen diese uralten Ideen auf neues Terrain: den Weltraum.

hda/Reuters