Ausbildung

Pro-Kopf-Arbeitszeit in der Konjunkturkrise Jüngere arbeiten weniger, Ältere mehr

Aug 13, 2026 IDOPRESS

Bild vergrößern

Arbeiter auf einer Baustelle

Foto: Michael Bihlmayer / Bihlmayerfotografie / IMAGO

Über mehrere Jahrzehnte hinweg ist die Arbeitszeit pro Kopf in Deutschland deutlich gestiegen. Doch zuletzt ist sie leicht zurückgegangen. Während 2023 mit 28,8 Wochenstunden für Männer und Frauen zusammen noch ein Rekordwert erreicht wurde,lag der Wert 2025 um 0,3 Stunden niedriger,teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) mit.

Dieser Rückgang entspreche rein rechnerisch rund 460.000 Vollzeitstellen.

Die Arbeitszeit pro Kopf meint laut BiB die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit aller 20- bis 64-Jährigen,nicht nur der Erwerbstätigen. Sie sei eine wichtige Messgröße für das Arbeitskräfteangebot.

Hauptgrund ist die schlechte Konjunktur

Besonders deutlich sank die Arbeitszeit demnach bei Männern sowie bei jüngeren und mittleren Altersgruppen (25- bis 54-Jährige),während sie bei Älteren weiter zulegte.

Als Grund für den allgemeinen Rückgang nennt das Institut die konjunkturelle Lage. »Wirtschaftliche Schwächephasen gehen typischerweise mit einem Rückgang der Arbeitszeit pro Kopf einher. Das ist auch derzeit zu beobachten«,sagte BiB-Forscher Harun Sulak.

data-area="text" data-pos="22">

Die Berechnungen des BiB basieren auf Daten des Mikrozensus. Die Werte wurden zudem altersstandardisiert mit Bezug auf die Altersstruktur der Bevölkerung im Jahr 2025,um demografische Verschiebungen als Einflussfaktor herauszurechnen.

mmq/dpa