

Bild vergrößern
Studie: Von einer paritätischen Besetzung »noch weit entfernt« (Symbolbild)
Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa
Der Aufwärtstrend scheint gebrochen. Frauen sind in den Führungsetagen deutscher Börsenschwergewichte zuletzt kaum noch vorangekommen,wie eine Studie der Organisation »Frauen in die Aufsichtsräte« (Fidar) feststellte. »Der über Jahre anhaltende Anstieg des Frauenanteils in den Führungspositionen der Privatwirtschaft ist weitgehend gestoppt«,heißt es darin.
Der Verein beobachtet die Postenverteilung in den Führungsetagen öffentlicher Unternehmen und der Wirtschaft und veröffentlicht dazu regelmäßig Zahlen.
Der jüngsten Auswertung zufolge stagniert in den Aufsichtsgremien der Anteil von Frauen bei 37 Prozent (Stand: Mai 2026). In den Vorständen sei der Frauenanteil im Vergleich zum Vorjahr von 19,9 Prozent auf 19,1 Prozent gesunken. Ausgewertet wurden den Angaben zufolge die 160 Unternehmen,die in Dax,MDax und SDax gelistet sind,sowie 23 weitere börsennotierte und paritätisch mitbestimmte Unternehmen.
Von einer paritätischen Besetzung in Aufsichtsrat und Vorstand seien die meisten der 183 betrachteten Unternehmen »noch weit entfernt«.
Die Vorgaben des Führungspositionengesetzes sollen nach Ansicht des Vereins auf mehr Unternehmen ausgeweitet werden,wie Fidar-Präsidentin Anja Seng fordert: »Die Geschlechterquote im Aufsichtsrat sollte auf 40 Prozent erhöht und auf alle Unternehmen ausgeweitet werden,die börsennotiert oder mitbestimmt sind.«
data-area="text" data-pos="12">
Auch für Vorstände sollte es nach Dafürhalten des Vereins eine feste Quote zur Beteiligung von Frauen geben. Es sei »ein Alarmzeichen«,dass die Zahl der Unternehmen wieder gestiegen sei,die keine Frau im Vorstand einplanen.
jmm/dpa