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Handelsstreit Trump wirft Kanada »Diskriminierung« vor – und verhängt Strafzölle auf Wein und Hockeyschläger

Jul 21, 2026 IDOPRESS

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Donald Trump bei Besuch in Calgary (Juni 2025)

Foto: Amber Bracken / REUTERS

Für ein paar Wochen verdrängte die gemeinsam ausgerichtete Fußball-Weltmeisterschaft den schwelenden Handelsdisput zwischen Kanada und den USA. Nun ist das Turnier vorbei,und es folgt die nächste wirtschaftliche Breitseite aus Washington. Die USA verschärfen den Handelsstreit mit ihrem Nachbarn und ​erheben einen Strafzoll von 50 Prozent auf eine breite Palette ‌kanadischer Produkte.

US-Präsident Donald Trump habe die Maßnahme am Montag unterzeichnet,teilte das Weiße Haus mit. Als Begründung wurde die »diskriminierende Behandlung« von US-Autos,Alkohol und Milchprodukten durch ​Kanada genannt.

Betroffen sind laut US-Regierung ‌unter anderem Produkte wie Wein,Hockeyschläger,​Zement,Möbel ‌und Kleidung. Nicht unter die neuen Zölle fallen den Angaben zufolge dagegen beispielsweise Energie und Waren,die bereits von anderen branchenspezifischen Zöllen betroffen sind.

Die Zölle basieren auf einem fast hundert Jahre ⁠alten ⁠Handelsgesetz aus dem Jahr 1930 und sollen am 19. August in Kraft treten. »Während die Regierung weiterhin faire und gegenseitige Handelsabkommen sichert,übt Kanada im Gegensatz zu anderen Partnern und Verbündeten weiterhin Vergeltung gegen die ‌Vereinigten Staaten«,sagte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer in einer Erklärung.

Trump grollte wegen der Luftverschmutzung

Die neue Zollankündigung dürfte die Beziehungen zwischen Washington,D.C.,und Ottawa weiter belasten. Sie erfolgte nur wenige Tage,nachdem Trump wegen der hohen Luftverschmutzung in den USA durch Brände in Kanada mit neuen Strafzöllen gedroht hatte (mehr hier).

Die den USA entstehenden Kosten müssten »zwangsläufig« den bestehenden Zöllen auf kanadische Importe hinzugerechnet werden,hatte er auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt. Er werde Premierminister Mark Carney anrufen,um zu erfahren,was dieser gegen die Luftverschmutzung tue.

Die Rauchschwaden stammen hauptsächlich von Dutzenden Waldbränden in der kanadischen Provinz Ontario und dem nördlichen US-Bundesstaat Minnesota. Auswirkungen waren in großen Teilen des Nordostens der USA und in Kanada zu spüren,auch in Metropolen wie Toronto,Chicago,Detroit oder Washington. Die Sicht etwa auf die Skyline in New York war erheblich beeinträchtigt,zudem lag ein Brandgeruch in der Luft.

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Die Luftverschmutzung hatte Befürchtungen ausgelöst,dass das Finale der Fußball-WM in der Nähe von New York verschoben oder verlegt werden müsste. Es konnte aber am Ende am Sonntag wie geplant stattfinden,Trump war als Ehrengast im Stadion dabei – und wurde vor der Siegerehrung vom Publikum ausgebuht (mehr hier).

jok/Reuters