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Umstrittenes Bahn-Projekt Stuttgart 21 wird noch mal mehrere Milliarden teurer

Jun 27, 2026 IDOPRESS

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Bauarbeiten am zukünftigen Stuttgarter Hauptbahnhof

Foto: Christoph Schmidt / dpa

Die Kosten für das umstrittene Bahn-Projekt Stuttgart 21 steigen weiter. Nach SPIEGEL-Informationen rechnet die Bahn mit Mehrkosten in Höhe von rund drei Milliarden Euro. Damit erhöhen sich die Gesamtkosten auf etwa 14,5 Milliarden Euro. Zuvor hatten bereits mehrere Medien über die Kostensteigerung berichtet.

Der Preis für den neuen Stuttgarter Tiefbahnhof und die Neuordnung des Bahnknotens war in den vergangenen Jahren immer wieder gestiegen. In einem Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 ist nur die Verteilung von Kosten bis zu einer Höhe von gut 4,5 Milliarden Euro geregelt. Damals ging man von Baukosten in Höhe von rund drei Milliarden Euro aus und plante noch einen Puffer in Höhe von 1,5 Milliarden ein.

Anfang Juni war bereits öffentlich geworden,dass Stuttgart 21 noch später fertiggestellt wird als zuletzt angenommen. Die Eröffnung des Durchgangsbahnhofs muss auf Dezember 2031 verschoben werden. Der Termin war bereits mehrmals geändert worden. Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla hatte schon kurz nach ihrem Amtsantritt verkündet,dass die zuletzt geplante Eröffnung im Dezember 2026 nicht mehr zu halten sei. Damit war bereits klar gewesen,dass die Kosten für Stuttgart 21 weiter steigen würden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Für die Deutsche Bahn sind die Verschiebung der Inbetriebnahme und die damit verbundene Kostensteigerung auch ein finanzielles Desaster. Denn alle Mehrkosten,die über den Finanzierungsvertrag hinausgehen,muss das Unternehmen einem Gerichtsurteil zufolge allein tragen.

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Bei einem Spitzentreffen der Projektpartner von Stuttgart 21 dürfte sich Bahn-Chefin Palla an diesem Freitag vielen kritischen Fragen stellen müssen. Bei der Sitzung des Lenkungskreises muss die Bahnchefin unter anderem Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) erklären,warum der neue Tiefbahnhof erst Ende 2031 in Betrieb gehen soll. Am Mittag wollen sich die Beteiligten in einer Pressekonferenz äußern.

Stuttgart muss sich noch auf Jahre mit der missglücktesten Großbaustelle der Bahn herumplagen. Für Fahrgäste,die Region und den Staatskonzern hat das weitreichende Konsequenzen. Welche das sind,lesen Sie hier.

ptz/dab/dpa