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Internationale Energieagentur Ölnachfrage dürfte in diesem Jahr erstmals seit 2020 sinken

Apr 15, 2026 IDOPRESS
»Kein Land ist gegen dieses Problem immun«: Der Golfkrieg hat gravierende Folgen für den Ölmarkt weltweit. Der Chef der Internationalen Energieagentur kassiert deshalb die Jahresprognosen.

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Rohöl-Lagertanks bei Baltimore: Sinkendes Niveau

Foto: Stephanie Scarbrough / AP / dpa

Die Internationale Energieagentur (IEA) kassiert ihre Prognosen für ein Wachstum von Angebot und Nachfrage auf dem globalen Ölmarkt im ​laufenden Jahr. Sie geht nun davon aus,dass beides gegenüber dem Niveau von 2025 sinken wird,da der Krieg im Nahen Osten die Öllieferungen beeinträchtigt und die Weltwirtschaft ‌belastet.

Die IEA rechnet nunmehr mit einem Rückgang der globalen Ölnachfrage um 80.000 Barrel pro Tag im Jahr 2026. Bislang war sie von einem Anstieg von 640.000 Barrel pro Tag ausgegangen.

Die in Paris ansässige Organisation prognostiziert für dieses Jahr einen Rückgang des globalen Ölangebots um 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Zuvor hatte sie mit einem Anstieg von 1,1 Millionen Barrel pro Tag gerechnet.

Bereits am Vorabend hatte der Chef der IEA,Fatih Birol,gewarnt: Für die Energiemärkte und die Weltwirtschaft dürfte der April aufgrund des Irankriegs ein schwierigerer Monat werden als der März. Während im März noch Lieferungen aus der Region eingetroffen seien,die »lange vor Beginn der Krise verladen wurden«,sei im April »nichts verladen worden«,sagte Birol am Montag vor Reportern nach der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF),die Weltbank und ‌die Internationale ​Energieagentur (IEA) riefen die Staatengemeinschaft dazu auf,angesichts des nach ihren Worten größten Schocks für den globalen ​Energiemarkt das Horten von Energievorräten ⁠und die Verhängung von Exportbeschränkungen ​zu vermeiden.

mamk/Reuters/AFP