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Hamsterkäufe und Sprittourismus Klare Kante an der Tanke – so kämpft die Slowakei gegen den Ölmangel

Mar 19, 2026 IDOPRESS
In der Slowakei ist Öl eh schon knapp, wegen einer kaputten Pipeline. Und die Irankrise macht alles noch schlimmer. Nun steuert die Regierung mit drastischen Maßnahmen gegen.

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Tankstelle in Bratislava (2024)

Foto: Gary McWilliams / REUTERS

Die Benzinpreise sind seit Ende Februar nach oben geschossen,als die ⁠USA und ⁠Israel Iran angegriffen haben (alle Entwicklungen in der Liveanalyse). In vielen Ländern gibt es nun Debatten darüber,wie mit potenziellen Engpässen bei der Versorgung umgegangen werden könnte. Die slowakische Regierung ist da – notgedrungen – schon ein wenig weiter.

Das Land hat wegen der durch den Krieg verschärften Rohstoffkrise eine Beschränkung des Treibstoffverkaufs beschlossen. Die Verordnung solle vorerst für 30 Tage gelten,könne aber notfalls auch verlängert werden,sagte Ministerpräsident Robert Fico am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung.

Als Maßnahme gegen Hamsterkäufe und Tanktourismus dürfen pro Fahrzeug nur mehr Diesel und Benzin bis zu einem Maximalwert von 400 Euro gekauft werden. Die Mitnahme von mehr als zehn Litern in Kanistern oder anderen mitgebrachten Gefäßen ist auch innerhalb dieses Limits verboten. Treibstoffverkäufe ins Ausland werden zusätzlich begrenzt. Die Regierung sieht darin eine Alternative zu drastischen Preiserhöhungen für die Konsumenten.

Für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen gilt ein höherer Preis als für Inländer. Er wird als Durchschnitt der jeweils in den Nachbarländern Österreich,Tschechien und Polen geltenden Preise ermittelt.

Kein Treibstoff an der Grenze zu Polen

Besonders im Grenzgebiet der Slowakei zu Polen war zuletzt an mehreren Tankstellen vorübergehend kein Treibstoff mehr zu bekommen. Die Regierung in Bratislava hatte nämlich nach Ausbruch des Irankrieges mit der Raffinerie Slovnaft eine freiwillige Preisbremse vereinbart. Deshalb waren die Spritpreise in der Slowakei weniger stark gestiegen als in den Nachbarländern,was einen Tanktourismus aus Österreich und vor allem Polen auslöste.

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Schon vor einem Monat hat die Slowakei einen »Erdölnotstand« ausgerufen,weil seit Ende Januar kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline über die Ukraine aus Russland fließt. Davon ist die Ölversorgung der Slowakei ebenso wie Ungarns bisher weitgehend abhängig (mehr zum Thema hier).

Bratislava und Budapest werfen der Ukraine vor,die Öllieferungen absichtlich zu behindern und keine unabhängige Überprüfung der nach ukrainischer Darstellung durch russische Drohnenangriffe beschädigten Pipeline zu erlauben.

jok/dpa