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Gesunde Ernährung Frankreich ruft zu weniger Fleisch- und Wurstkonsum auf

Feb 13, 2026 IDOPRESS
In Frankreich wird viel Fleisch gegessen, deutlich mehr als in Deutschland. Das sollen die Französinnen und Franzosen nun begrenzen – die Regierung empfiehlt stattdessen andere Lebensmittel.

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Kuh in der Normandie: Lieber mehr pflanzliche Lebensmittel essen

Foto: Artur Widak / NurPhoto / picture alliance

Die französische Regierung ruft die Bevölkerung zu einem begrenzten Verzehr von Fleisch und Wurstwaren auf. Auch der Konsum von importiertem Fleisch solle reduziert werden,heißt es in der neuen nationalen Strategie für Ernährung und Klimaschutz.

Stattdessen rät die Regierung dazu,mehr Obst und Gemüse,Hülsenfrüchte,Nüsse und Vollkornprodukte zu essen.

In Frankreich wird im EU-Vergleich recht viel Fleisch gegessen. Nach Angaben des französischen Agrarministeriums lag der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch in dem Land 2024 bei 85 Kilogramm und damit ähnlich hoch wie 2016. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Konsum um 2,1 Prozent. Das deutsche Bundeslandwirtschaftsministerium bezifferte den Verzehr von Fleisch pro Person in Deutschland 2024 auf deutlich weniger,nämlich auf 53,2 Kilogramm. Das war etwas mehr als in den beiden Vorjahren.

Die französische Regierung begründet die frisch veröffentlichten Ratschläge mit Erkenntnissen zu gesunder Ernährung. Es geht aber auch um die Auswirkungen der Nahrungsmittelerzeugung auf die Umwelt. Am CO₂-Fußabdruck Frankreichs habe die Agrarproduktion einen Anteil von 20 Prozent und die Fleischerzeugung daran wiederum einen Anteil von 61 Prozent.

Empfehlungen für gesunde Ernährung

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) setzt in ihrer Empfehlung von 2024 mehr auf pflanzliche Produkte. So empfiehlt die DGE,nur noch bis zu 300 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche zu essen statt der zuvor geltenden Orientierungsmenge von 300 bis 600 Gramm. Die Weltgesundheitsorganisation hat verarbeitetes Fleisch als krebserregend und rotes Fleisch als wahrscheinlich krebserregend

eingestuft.

Auch die »planetare Gesundheitsdiät« rät zu mehr Obst,Nüssen und Gemüse und zu weniger Fleisch und Zucker. Sie wurde von einer Gruppe weltweit führender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickelt. Die »planetare Gesundheitsdiät« gibt Empfehlungen,wie sich Menschen ernähren müssen,um sowohl den Planeten als auch ihre eigene Gesundheit zu schützen.

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Das Umweltministerium habe demnach eine Reduzierung des Fleischkonsums in die Strategie aufnehmen wollen,das Agrarministerium aber lediglich zu einer Begrenzung raten wollen. Die Regierung selbst wollte demnach die Idee einer Reduzierung durch »einen ausgewogenen Fleischkonsum« ersetzen.

Wer sich fleischlos oder vegan ernähren möchte,hat es in Frankreich oft schwerer als in Deutschland,insbesondere im Restaurant. Auch um fleischfreie Menüs in Kantinen entfachen sich immer wieder Diskussionen.

kko/dpa