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Containerschiff fährt bei Niedrigwasser am Rheinknie in Düsseldorf entlang (am Mittwoch): Der Verkehrsminister spricht von »großen Herausforderungen«
Foto: Oliver Berg / dpa
Angesichts der extrem niedrigen Pegelstände in Deutschlands Flüssen fordern Industrie- und Schifffahrtsverbände von der Bundesregierung konkrete Schritte.
»Die Niedrigwasser-Konferenz in Bonn muss den Startschuss für die beschleunigte Umsetzung der punktuellen Rheinvertiefungen geben«,sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI),Holger Lösch. Das erhöhe die Transportkapazitäten auch bei Niedrigwasser,sagte er der »Rheinischen Post«.
Auch der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt forderte konkrete Maßnahmen vom Bund. »Unsere Erwartungen an die Gespräche zum Niedrigwasser sind groß«,sagte Geschäftsführer Jens Schwanen der Zeitung. »Es wird allerhöchste Zeit,dass die Bedeutung der Flüsse und Kanäle für den Wirtschaftsstandort Deutschland erkannt und in der Priorität hochgesetzt wird.« Schwanen kritisierte zugleich die bisherige Verkehrspolitik in Deutschland: »Der Ausbau von Mittel- und Niederrhein steht seit 1992 im Bundesverkehrswegeplan als sogenannter vordringlicher Bedarf. Es ist beschämend,dass der Bund sich also seit 34 Jahren vornimmt,etwas für die Güterschifffahrt und ihre Kunden zu tun,ohne dass allzu viel passiert ist.«
Der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) hält kurzfristig mehrere Sofortmaßnahmen für umsetzbar,um die Lage zu verbessern. So liefen etwa viele Verkehre über das Westdeutsche Kanalgebiet. »Damit es dort nicht zu Staus kommt,sollten die Schleusen auf einen 24-Stunden-Betrieb umgestellt werden«,sagte Geschäftsführer Marcel Lohbeck der Nachrichtenagentur dpa.
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Das dramatische Niedrigwasser am Rhein bedroht die Binnenschifffahrt – und damit wichtige deutsche Industriezweige. Einige Politiker fordern,Fahrrinnen schnellstmöglich zu vertiefen. Die Idee hat aber einen Haken – hier mehr dazu.
aar/dpa/AFP