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Einfahrt zum Panamakanal: Veränderte Marktsituation
Foto: Justin Sullivan / Getty Images
Die Reederei eines LNG-Frachters hat in einer Auktion vier Millionen Dollar dafür bezahlt,um die Wartezeit vor der Durchfahrt durch den Panamakanal zu verkürzen. Die zuständige Kanal-Behörde bestätigte die genaue Summe nicht. Sie erklärte jedoch,dass Auktionswerte von Faktoren wie der Dringlichkeit der Kunden,Frachtraten,Treibstoffpreisen und der weltweiten Angebots- und Nachfragesituation abhingen. Auktionen seien zudem nur einer von mehreren Wegen,um sich einen Transitplatz zu sichern.
Die enorme Summe spiegele die derzeitige Situation wider,die auf vorübergehenden Verschiebungen auf dem weltweiten Transportmarkt entstanden sei,erklärte ein Behördenvertreter. Er bemühte sich damit gleichzeitig,Gerüchte zu entkräften,es handele sich um eine neu festgelegte Gebühr für die Passage.
Der Verkehr durch den Kanal hat zuletzt zugenommen,da der Krieg in Iran die Handelsströme stört und Käufer nach alternativen Lieferanten suchen. Dies treibt die Exporte von den USA nach Asien und in andere Regionen an. Trotz der Schwankungen im Welthandel und geopolitischer Spannungen arbeite der Kanal weiterhin zuverlässig,hieß es in der Mitteilung weiter.
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Am Donnerstag hatten 102 Schiffe eine Reservierung für die Durchfahrt,während 25 ohne gebuchten Platz warteten. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 verzeichnete der Kanal 6288 Durchfahrten von Seeschiffen. Dies entspricht einem Anstieg von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Januar lag der Tagesdurchschnitt bei 34 Schiffen,im März bei 37. An Spitzentagen wurden mehr als 40 Durchfahrten registriert.
mik/Reuters