Geschäft

Folge des Irankriegs Ölpreis steigt über kritische 100-Dollar-Marke, Börsenkurse stürzen ab

Mar 9, 2026 IDOPRESS
Rasant steigende Kosten für Rohöl erschüttern die Aktienmärkte, in Asien sind die Verluste erheblich. Experten warnen vor weiteren Preissprüngen. Und Donald Trump? Der findet das alles halb so wild.

Bild vergrößern

Tanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (am 3. März)

Foto: Amr Alfiky / REUTERS

Die Ziele der Angriffe durch die USA und Israel in Iran sind immer noch diffus – auch nach mehr als einer Woche des Krieges Dafür sind die unmittelbaren Auswirkungen auf Wirtschaft und Verbraucher umso konkreter. Ein ​drastischer Anstieg des Ölpreises infolge des eskalierenden Irankonflikts hat die Börsen weltweit am Montag auf Talfahrt geschickt.

Alle Entwicklungen im Irankrieg hier in der Liveanalyse

Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 17 Prozent auf ‌108,77 Dollar je Barrel,der stärkste Tagesanstieg seit Beginn der Coronapandemie 2020. Am Freitagnachmittag war Brent-Rohöl zur Lieferung im Mai noch mit über 90 Dollar gehandelt worden.

Seit Beginn des Irankriegs vor etwas mehr als einer Woche beläuft sich das Plus inzwischen auf rund 50 Prozent: Ende Februar lag der Preis noch um die 70 Dollar pro Barrel. Auch die Spritpreise sind seither deutlich angestiegen.

An den Aktienmärkten schürte dies massive Sorgen vor Inflation und einer Abkühlung der Konjunktur. In Asien stürzte der japanische Leitindex Nikkei um 7,5 Prozent ab. Auch die Terminkontrakte für die US-Börsen und die europäischen Märkte deuteten auf hohe Verluste hin.

data-area="text" data-pos="25">

Trotz dieses Gepolters müsste auch dem US-Präsidenten klar werden,dass ständig steigende Spritpreise für ihn zum handfesten politischen Problem werden. In der US-Bevölkerung ist die Unterstützung für den Irankrieg ohnehin schon verhalten. Immerhin hatte Trump im Wahlkampf versprochen,sein Land aus Konflikten dieser Art herauszuhalten.

Wenn nun auch noch der Besuch an der Tankstelle unbezahlbar wird,dürfte dies in der republikanischen Partei für Nervosität sorgen. Immerhin stehen im November die Midtermwahlen an. Trumps Partei fürchtet dabei einen Denkzettel der Wählerschaft.

jok/Reuters